12.06.2012
Latexkleidung
Latex ist eine Bezeichnung für den – auch Milchsaft genannten – flüssigen Kautschuk. Bei Bekleidung kommen unterschiedliche Gummiarten zur Anwendung. Hier und bei anderen künstlerischen Anwendungen wird das verwendete Gummi zur Abgrenzung anderer Einsatzbereiche und aus Gummi hergestellter Gebrauchsgegenstände als Latex bezeichnet.
Latex ist ein synthetischer Stoff auf Naturbasis. Latexprodukte können unterschiedlich hergestellt werden. So können Formen in ein Latexbad getaucht werden, eine Praxis, die zum Beispiel bei der Herstellung von Luftballons, Kondomen oder Latexhandschuhen verwendet wird. Durch mehrmaliges Eintauchen kann die Dicke erhöht werden. Da bei dieser Herstellungsart unterschiedliche Materialstärken entstehen, kann es bei Beanspruchungen zu Rissen kommen, die vorher nur begrenzt vorhersehbar sind. Zwar gibt es Reparatur-Kits, ähnlich wie für Fahrradreifen, auf der Hochglanzoberfläche können diese aber sehr stark auffallen.
Eine besondere Form der Verwendung von Latex basiert auf diesem Prinzip: das Latex wird hierbei direkt auf die Haut aufgetragen. Da dies praktisch wie ein schmerzhaftes Waxing wirken kann, empfielt es sich, vorher die betroffenen Hautpartien zu rasieren.
Latexkleidung kann natürlich auch wie herkömmliche Kleidung genäht werden. Hier ergibt sich der Nachteil, dass die genähten Bereiche nicht sehr elastisch sind. Außerdem verringert jeder Einstich die Haltbarkeit des Produkts. Aus diesem Grund wird Latexmode oft zusammengeklebt. Das Material verhält sich gleichmäßig elastisch und kann perfekt auf die Körperform angepasst werden.
Latex ist anfällig gegen Öle und muss aus diesem Grund gut gepflegt werden. Latex sollte auch nicht in Berührung mit Metallen kommen. Nach dem Tragen sollten es mit fett- und ölfreien Waschlotionen gereinigt werden. Nach dem Trocknen sollte das Material mit Talkum behandelt werden, oder noch einmal in ein Silikonfetthaltiges Bad eingetaucht werden, damit es nicht verklebt und elastisch bleibt. Latexprodukte sollten lichtgeschützt gelagert werden.
Da Latex stark an der Haut reibt, kann es schwierig sein, Latexkleidung anzuziehen. Aufgrund der Dünnheit von Latexprodukten sollten sie nur sehr vorsichtig angezogen und getragen werden. Hier können Träger Talkum verwenden, dass zwar gerade auf dunklem Latex leicht sichtbar ist, aber nach dem Anziehen auch abgewischt werden kann. Ein fett- und ölfreies Gleitmittel kann zu diesem Zweck ebenfalls verwendet werden.